Aktuelles
Willkommen bei uns
Wanderungen
A-Wurf 03.2010
B-Wurf 06.2012
C-Wurf 21.01.2017
unsere Hunde
Video´s
Gästebuch
Der Berner
Regenbogenbrücke
Links
Der Weg zu uns
der SSF e.V.
Kontakt/Impressum

Sein Ursprung liegt im Schweizer Kanton Bern. Die Schulterhöhe sollte laut Rassestandard beim Rüden zwischen 64 – 70 cm, bei den Hündinnen zwischen 58 – 66 cm liegen.

Dabei sollte sein Gewicht etwa 40 kg betragen. Der Berner Sennenhund hat ein mässig langes Fell, welches entweder gerade oder leicht gewellt sein kann.

Die glänzenden Haare sind seidig und weich. Die Fellfarbe zeigt die klassischen Schweizer Farben: schwarz/braun mit weissen Abzeichen an Brust, Kopf und den Läufen.

Die Vorfahren des Berner Sennenhundes gelangten sehr wahrscheinlich schon vor rund 2000 Jahren mit der Invasion der Römer in die Schweiz. Die römischen Soldaten benötigten die von ihnen mitgebrachten Molosser als Wachhunde, um ihre Lager und Vorräte vor Angreifern zu schützen.

Beim späteren Rückzug der Invasoren wurden diese Hunde einfach zurückgelassen und dann mit den einheimischen Schäferhunden gekreuzt. Das führte dazu, dass die Hunde besser mit den schwierigen Wetterverhältnissen in den Alpen zurechtkamen, ausserdem wurden sie durch diese Einkreuzungen auch etwas friedlicher.

So enstanden mit der Zeit vier verschiedene Sennenhunderassen: Der Berner Sennenhund, der wohl auch der beliebteste Sennenhund ist, der Grosse Schweizer Sennenhund, der Appenzeller Sennenhund sowie der Entlebucher.

Die Berner Sennenhunde wurden hauptsächlich als Gespannhund für die Karren der Senner und Korbflechter benutzt. Ausserdem dienten sie als Arbeiter auf den Höfen, halfen beim Viehtreiben und beim Bewachen der Herden. Da sie aber von Natur aus ein recht freundliches Wesen haben, waren sie als Wachhund für Haus und Hof nicht so gut geeignet.

An Markttagen jedoch zogen sie stets die mit handgeflochtenen Körben oder mit Milchprodukten bepackten Karren ihrer Besitzer in die Städte. Da sich das Interesse der Hundefreunde und Züchter mit der Zeit anderen Rassen wie etwa dem bekannten und sehr beliebten Bernhardiner, aber auch importierten Hunden, zuwandte, stand der Berner Sennenhund Mitte des 19. Jahrhunderts kurz vor dem Aussterben.

Es fehlte ganz einfach ein aufeinander abgestimmtes Zuchtprogramm für diese Rasse. Im Jahre 1892 begann dann der Schweizer Hundeforscher Franz Schertenleib mit der Suche nach den letzten Exemplaren dieser Hunde.

Nachdem er im Bezirk Durrbach nahe Bern die ersten Erfolge verbuchen konnte, ermutigte ihn dieses, das übrige Land nach Hunden dieser alten Rasse abzusuchen. Unterstützung in seinen Bemühungen fand er dabei beim Züricher Professor Albert Heim, so dass der Berner Sennenhund sein Comeback diesen beiden Männern verdankt.

Die von ihnen gesammelten Hunde hatten zunächst verschiedene örtliche oder beschreibende Namen wie etwa “Vieräugli” (vier Augen), “Gelbbäckler” (gelbe Wangen), “Käser-Hunde”, “Ringgi”, “Blässli” oder als häufigste Bezeichnung “Durrbächler”.

Im Jahre 1907 wurde dann in der Schweiz der Berner Sennenhundklub gegründet. Im Jahre 1910 wurden auf einer Ausstellung in Bern 107 dieser Hunde von Albert Heim gerichtet. Zwar hatten sehr viele Hunde keinerlei Nachweis ihrer Abstammung, jedoch erhielten drei Viertel der Hunde einen Bescheinigung, dass sie für die Zucht geeignet wären.

So wurde der Berner Sennenhund letztlich wieder stabilisiert und vor dem Aussterben bewahrt. 1936 erkannte der amerikanische AKC die Rasse an, Kanada folgte in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Nur in England ist die Rasse bisher recht selten geblieben. Leider gab es in den dreissiger Jahren unter den Züchtern eine Bewegung, die Rasse aggressiver zu züchten, um aus ihnen eine Art Wachhund zu machen. Folge war, dass einige Tiere sehr helle Augen hatten und sogar Spaltnasen kamen vereinzelt vor.

Zum Glück waren diese Zuchtversuche nicht von Erfolg gekrönt und wurden wieder eingestellt. Mittlerweile hat der Berner Sennenhund nicht nur in seiner Heimat sehr viele Anhänger gefunden, sondern er erfreut sich weltweit nicht nur wegen seines attraktiven Aussehens, sondern vor allem wegen seiner Charaktereigenschaften, einer ausgesprochen Popularität.

Vom Charakter her ist der Berner Sennenhund immer gut gelaunt, freundlich und ausgeglichen und dadurch hervorragend als Familienhund geeignet. Er ist zwar wachsam, aber nicht aggressiv. Er mag sehr gerne Menschen und ist äusserst gelehrig. Er geht sehr gerne spazieren und braucht einen dementsprechenden Auslauf.

Als Welpe ist er recht temperamentvoll und benötigt eine konsequente und liebevolle Erziehung. Ausserdem braucht er unbedingt einen engen Anschluss an die Familie. Wildernde Berner Sennenhunde wurden nur sehr selten in Ausnahmefällen bekannt.

Die Anforderungen an die Pflege sind relativ gering, regelmässiges Bürsten zweimal wöchentlich reicht aus, um das Fell ansehnlich erscheinen zu lassen. Dafür sind die Anforderungen an sein Futter erheblich grösser, er frisst sehr gerne sehr viel.

Aufgrund seines Charakters und seines Körperbaus ist der Berner Sennenhund auch sehr gut zu einer Ausbildung als Katastrophenhund, Begleithund, Schutzhund und Fährtenhund geeignet. Allerdings fühlt er sich in einem warmen Klima nicht sonderlich wohl.

petra@lasbek.info